Neue Verwendung für "alte" Umweltfahnen gefunden

Die Kolpingschule trägt seit dem Schuljahr 2010/11 ununterbrochen die Auszeichnung "Umweltschule in Europa - Internationale Nachhaltigkeitsschule".

Seit dieser Zeit erhält die Kolpingschule in jedem Schuljahr als Anerkennung ihrer Umweltaktivitäten eine neue große "Umweltfahne" mit dem jeweils aktuellen Datum der Auszeichnung, die im Schulhaus ihren Platz findet. Was aber tun mit den "alten" Umweltfahnen? Zum Wegwerfen oder zum Lagern im Schrank sind sie eigentlich zu schade. Und so wurde die Idee geboren, die Umweltfahnen einem Upcycling zu unterziehen. Ein passender Kooperationspartner war schnell gefunden - der Verein "Gesellschaftliche Teilhabe für Alle - GESTA". Aus den "alten" Umweltfahnen haben nun die Näherinnen von GESTA wunderschöne Säckchen genäht, die man vielfältig verwenden kann, unter anderem als Geschenkhüllen oder Obst- und Gemüsesäckchen.

Und damit die Käuferinnen und Käufer der Säckchen auch wissen, woraus diese entstanden sind und wer sie genäht hat, haben die Kinder der Klassen 3b und 4a kleine Informationskärtchen künstlerisch gestaltet, auf denen in Bild und Wort dieses außergewöhnliche Projekt erklärt und jedem Säckchen beigefügt wird. Die Säckchen können in der Kolpingschule erworben werden. (Petra Münzel)

Fahnenupcycling klein

Säckchen klein

Fahnenkärtchen klein

 

Vielfalt verbindet - Projekt „Interkulturelle Öffnung“ erfolgreich umgesetzt

Das Thema „Interkulturelle Öffnung“ hat eine lange Tradition an der Kolpingschule. Bereits 2015 erhielt die Schule für ihr diesbezügliches Engagement den Integrationspreis der Stadt Aschaffenburg.

Von November 2018 bis November 2019 beschäftigte sich die Kolpingschule nochmals intensiv mit der Thematik und entwickelte ihr Konzept und die darin enthaltenen Maßnahmen unter der Leitung der Supervisorin und Demographieberaterin Angela Siebold weiter. Bearbeitet wurden die Themenblöcke Unterrichtsentwicklung, Personalentwicklung und Organisationsentwicklung. Gesteuert wurde der Prozess von einer Steuerungsgruppe bestehend aus Vertreterinnen des Kollegiums, des Elternbeirats, der Stadteilmütter, der Jugendsozialarbeiterin und einem islamischen Religionslehrer.

Ende November 2019 stellte die Schule ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vor. Interessierte Gäste waren Oberbürgermeister Klaus Herzog, Bürgermeister Jürgen Herzing, Bundestagsabgeordneter Karsten Klein und Landtagsabgeordnete Martina Fehlner.

Die Haltung der Kolpingschule wird im gemeinsam erarbeiteten Leitbild deutlich: „An der Kolpingschule leben wir unsere ökologische und soziale Verantwortung. Es ist unser Anspruch, Inklusion in all ihren Aspekten an unserer Schule zu verwirklichen: Jede Person wird gleichermaßen mit einbezogen und beteiligt, unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Kultur, sexueller Orientierung oder physischen und psychischen Fähigkeiten. Kulturelle Vielfalt verstehen wir als Bereicherung, die es zu nutzen gilt.“

Intensiv beschäftigten sich die Kinder zu Beginn dieses Schuljahres in einer Projektwoche mit der kulturellen Vielfalt in unserer Schule. Alle Kinder der Kolpingschule kommen durch die verschiedenen Nationen ihrer Mitschüler*innen im Alltag mit anderen Kulturen in Berührung und es ist in jeder Klasse ganz normal, dass es so ist. Trotzdem gab es doch einige Aha – Erlebnisse – „Was, das Melanin in der Haut macht, dass die dunkel oder hell ist? Das ist alles?“ war so ein Erlebnis. Den eigenen Namen mal mit kyrillischen oder griechischen Buchstaben zu sehen ruft ungläubiges Erstaunen hervor. Dass manche Kinder 2 Stunden in die Schule laufen müssen und das auf sich nehmen … da wurde viel gelesen und recherchiert  und über den Tellerrand geschaut. Neugierig wurden die Kinder auf andere Länder, deren Schulen und deren Kinderspiele. Und das ist die Voraussetzung für ein sich Kennenlernen und für gegenseitigen Respekt.

Die Ergebnisse der einzelnen Klassen wurden in der Turnhalle in einer beeindruckenden Ausstellung präsentiert, die nicht nur die erwachsenen Gäste äußerst interessiert betrachteten, sondern auch jede einzelne Klasse.

Interkulturelles Projekt Kolpingschule 02 klein

Ein äußerst wichtiger Baustein der Interkulturellen Öffnung ist auch die interkulturelle Abschlussfeier, die am Schuljahresende anstatt eines ökumenischen Gottesdienstes stattfindet. Ein Vorbereitungsteam bereitet ein gemeinsames Thema vor, unter dem sich alle Schülergruppen mit Liedern, Texten, Geschichten und Gebeten beteiligen können. Eine Ethiklehrerin vertritt die Gruppe der Ethikschüler*innen, die beiden christlichen Konfessionen werden durch eine katholische Religionslehrkraft, einer evangelischen Religionslehrkraft und dem evangelischen Dekan unterstützt. Die muslimischen Schüler*innen begleitet ein staatlich anerkannter Islamlehrer. Die Kolpingschule sieht darin eine große Chance zur Förderung von religiöser oder nicht religiöser Identität, Verständigung und des Bewusstseins der eigenen Beheimatung, sowie die Sensibilität für die Andersartigkeit der Anderen. (Petra Münzel)